DeutschEnglish
Benutzermenü

Follow us on Facebook

Like it? Share it!
Login



Newsletter abonnieren







Miteigentümer von Alpaka D'or

Herdbuch Zuchtbetrieb im AZVD

Mitglied der ARI

Start Über Alpakas Faser

postheadericon Die Faser von Suris und Huacayas

Huacaya FaserHuacaya Faser
Huacayas produzieren eine feine, weiche Faser, welche lotrecht zur Haut wächst. Huacaya Faser weist oft einen definierten Crimp (feine Kräuselung) auf, ähnlich dem guter Schafwolle. Die Haarfollikel sind eng in der Haut angeordnet, sodass die Faser eine gewisse Dichte aufweist, mit Gruppen von Fasern, die in Bündeln zusammengefasst sind, um präzise abgegrenzte Haarbüschel zu formen. Die folgenden Faser-Charakteristika sind anwendbar auf Huacaya-Faser:

  1. Feinheit:
    dies ist die Dicke der Faser, welche in Mikron (Tausendstel Millimeter) gemessen wird. Die feinste Faser des Alpakas wird in der Hauptdecke gefunden, jedoch ist es wünschenswert, feine Faser auch am Hals, Bauch, Beinen und im Top Knot (Kopfbereich) zu haben. Feinheit ist wichtig sowohl für den kommerziellen Produzenten als auch für den Alpakazüchter, da die höchsten Preise für feine Faser gezahlt werden. Feine Fasern bedeuten feine Endprodukte. Crimp (Kräuselung der Faser) steht auch in Verbindung mit Feinheit/Elastizität und es ist erwünscht eine große Anzahl von Wellen pro cm zu haben.
  2. Dichte
    die Anzahl von Fasern pro Quadratzentimeter der Haut. Dichte ist verknüpft mit Vliesgewicht, denn je mehr Fasern pro Quadrateinheit, desto mehr Faser wächst auf dem Tier und desto schwerer das Vlies. Ein dichtes Vlies mit einer guten Kräuselung ist gleichzeitig auch eine Barriere gegen Schmutz und Wetter. Aber ACHTUNG: ein Tier mit höherem Faserdurchmesser wird bei gleichter Anzahl an Haarfollikel immer "dichter" wirken, als ein feiners Tier. Viel Erfahrung ist notwendig, um diesen Aspekt richtig zu beurteilen.
  3. Länge des "Staples" (gleichförmiges Haarbündel)
    ist ein sehr wichtiger Faktor: Je länger die Haarbündel sind, also je mehr Haar nachwächst, desto höher ist das Vliesgewicht und damit der Ertrag, sollte die Bezahlung nach Gewicht ausfällt.
  4. Glanz (Sheen)
    die Menge Lichtes, die von der Faser reflektiert wird, ist beim Huacaya nicht ganz so ausgeprägt, jedoch mehr als bei anderen .
  5. "Medulated fibre" (gröbere Faser bzw. Grannenhaare)
    ist die Faser, der die Medulla, also der innere Kern fehlt. Bei Wolle ist diese Faser unerwünscht, da sie keine Färbemittel annimt. Huacaya Faser ähnelt jedoch strukturell eher Menschhaar. Also nimmt auch die medullierte Faser Farbstoffe auf. Der Hohlkanal der medullierten Faser sorgt für eine ausgezeichnete Isloationsschicht und reduziert das spezifische Gewicht. Normalerweise assoziiert man medullierte Faser mit hohen Mikronwerten und geringerer Faserqualität. Die Abwesenheit von "medulated Fibre" in der ersten Wahl oder Hauptdecke ist wünschenswert. Anders als bei anderen Tieren kommt bei Alpakas diese Faser auch im feinen Teil der Faser vor. Eine genaue Analyse und auch Betrachtung des Vlieses ist notwendig, um den Anteil und die Bedeutung in Abhängigkeit der Stärke zu bestimmen.
  6. Uniformität oder Gleichförmigkeit von Feinheit (SD/CV)
    die Verarbeiter von Alpakafaser benötigen Vliese, deren Abweichungen im Faserdurchmesser minimal sind. Dies hilft ebenso Vliesempfindlichkeit (Vliesbruch) zu verhindern und verleiht der Faser und damit dem Endprodukt ein feines und weiches Handling.
  7. Uniformität oder Gleichförmigkeit der Länge der Faser
    Das Vlies sollte nach 12 Monaten Wachstum von der gleichen Länge sein.


Suri FaserSuri Faser
hat Fasereigenschaften, welche sich deutlich von denen der Huacayas abweichen. Die wesentlichen Merkmale des Surivlieses sind seine Lockenstrukturen, sein großer Glanz, die seidige Weichheit und die Länge der Faser. Das Vlies hängt nah am Körper, bewegt sich frei und gibt dem Suri eine schmaler wirkende Statur und glänzendes Äußeres. Die Locken können eine feine bleistiftförmige Löckchen-Formation aufweisen, die sich nach rechts oder nach links ringelt oder kräuselt, oder eine Wellenstruktur, die direkt am Hautansatz des Alpakas beginnt. Die Locken des Vlieses sollten bei den Stirnlocken beginnen und sollten gleichmäßig den Hals herunter über die ganze Hauptdecke hinweg bis zu den Beinen reichen.
  1. Feinheit
    dies ist die Dicke der Faser, welche in Mikron (Tausendstel Millimeter) gemessen wird. Die feinste Faser des Alpakas wird in der Hauptdecke gefunden, jedoch ist es wünschenswert, feine Faser auch am Hals, Bauch, Beinen und im Top Knot (Kopfbereich) zu haben. Feinheit ist wichtig sowohl für den kommerziellen Produzenten als auch für den Alpakazüchter, da die höchsten Preise für feine Faser gezahlt werden und feine Faser bedeutet feine Endprodukte. ABER: je feiner die Faser, um so geringer ist das Vliesgewicht.
  2. Dichte
    die Anzahl von Fasern pro Quadratzentimeter der Haut. Dichte ist verknüpft mit Vliesgewicht, denn je mehr Fasern pro Quadrateinheit, desto mehr Faser wächst auf dem Tier und desto schwerer das Vlies. Ein dichtes Vlies mit einer guten Kräuselung ist gleichzeitig auch eine Barriere gegen Schmutz und Wetter, kann aber missinterpretiert werden, wenn die Faserstärke zunimmt.
  3. Charakter
    im Suri definiert sich der Charakter der Faser durch seine einheitliche feine Lockenstruktur, welche idealerweise eine enge Löckchenformation aufweist, die sich entweder nach rechts oder nach links dreht und am Hautansatz des Alpakas beginnt. Eine Wellenformation tritt beim Suri auch auf.
  4. Glanz
    ist das Licht, welches vom Vlies reflektiert wird. Dies ist das Primärmerkmal der Surifaser und spiegelt sich im Endprodukt wieder.

Aktualisiert (Dienstag, den 22. Februar 2011 um 15:09 Uhr)